Präsentationskurs an der ASW

Im Rahmen eines Präsentationskurses erarbeiten elf Lernpartner aus Phase 8, was Public Speaking - ein Thema, dessen Relevanz leider erst nach und nach an deutschen Schulen entdeckt wird - ausmacht, und wie Präsentationen aufgebaut sein müssen, damit die Botschaft beim Publikum ankommt. Hierbei werden sie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten auf diesem Gebiet weiterentwickeln und ihren Prozess in diesem Blogbeitrag dokumentieren. Viel Vergnügen!


Über folgende Sprugmarken gelangen Sie direkt zu den Modulen 1-5:

MODUL 1

(15.10.2018)
Schon gewusst? Wenn du eine Botschaft sendest, macht der Wortinhalt gerade einmal 7% aus! Das bedeutet, dass es wichtig ist, diese 7% gut zu strukturieren! Deshalb haben wir uns in Modul 1 zwei Kommunikationsmodelle - den „Golden Circle“ von Simon Sinek und das „Sender-Empfänger-Modell“ von Shannon & Weaver - näher angeschaut.
(Von Samantha & Angelina)

 

Bereiche einer Präsentation

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Brainstorming: Bereiche einer Präsentation

Zu Beginn des Moduls 1 haben wir Bereiche gesammelt, aus denen eine Präsentation besteht. Nach einem Brainstorming mit Stattys (elektrostatisch aufgeladenen Notizzetteln) haben wir in dieses Chaos Ordnung gebracht. Daraus entstand folgende Struktur (siehe Grafik "Brainstorming: Bereiche einer Präsentation):
1. Inhalt & Struktur
2. Sprache
3. Gestik, Mimik & Haltung
4. Visualisierung
Auf Grundlage dieser Bereiche werden wir in den nächsten Modulen einen Kriterienkatalog schreiben, mit dem wir unsere eigenen Präsentationen dann bewerten.

 

"Golden Circle"

Beim „Golden-Circle“ geht es darum, eine Botschaft so aufzubauen, dass sie möglichst überzeugend wirkt. Dabei sollte nach Simon Sinek wie folgt vorgegangen werden:

  • 1. Schritt: „Warum?“
    Welche Vision habe ich als Präsentierender? Was motiviert mich, an diesem Thema zu arbeiten?
  • 2. Schritt: „Wie?“
    Welchen Prozess hast du durchlaufen, um diese Vision zu realisieren?
  • 3. Schritt: „Was?“
    Was ist das Produkt, oder das Ergebnis?
Überraschend fanden wir, dass das menschliche Gehirn sozusagen genau gleich aufgebaut ist, wie der „Golden Circle“: Im Zentrum ist das limbische System, das für Emotion und Instinkt zusändig ist („Warum?“ und „Wie?“), außenrum ist dann der Neocortex, der für rationales, z.B. die Sprache zuständig ist („Was?“).
Verdeutlicht wird das in der Grafik "Golen Circle" (Simon Sinek) links und der Animation rechts.
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"Golden Circle" (Simon Sinek)


 

"Sender-Empfänger-Modell"

Beim Shannon-Weaver-Modell geht es um die Kommunikation zwischen dem Sender und dem Empfänger. Wenn der Sender eine Nachricht sendet, kodiert (verschlüsselt) er diese durch mehrere „Codes“: den Sprach-Struktur-Code, den Mimik-Code, den Gestik-Code, usw. Der Empfänger muss diese Codes dann dekodieren (entschlüsseln), um die Nachricht zu verstehen. Dabei kann es passieren, dass der Empfänger die Nachricht falsch entschlüsselt und darum die Nachricht auch falsch, oder gar nicht versteht. Deshalb ist es wichtig, dass man sich bei der Planung einer Präsentation überlegt, wie man die Nachricht verschlüsselt.
In dem kurzen Film wird dieser Vorgang verdeutlicht.

Besonders Interessant fanden wir das Shannon-Weaver-Modell und den Golden-Circle. Denn dahinter steckten gute Prinzipien, die einem bei der Planung einer Präsentation gut helfen können.

 

ToDo & weiterführende Inhalte

Aufgaben für das nächste Modul

Aufgabe 1
Sieh dir die ersten drei Minuten dieser Präsentation von Steve Jobs an. Was fällt dir bezüglich der Gliederung auf?
Aufgabe 2
Übe die Fachbegriffe für unseren Kurs.

Weiterführende & interessante Links

Kommunikationsmodell nach Shannon und Weaver
Erfahre hier mehr über das Kommunikationsmodell von Shannon und Weaver und verstehe, warum es zu Missverständnissen kommt!
Bestandteile einer Botschaft
Wenn du etwas sagst, bedeutet bedeutet das nicht, dass dich dein Gegenüber auch verstanden hat! Hier erfährst du mehr dazu, warum das so ist!
Golden Circle von Simon Sinek
Beginne mit dem "Warum?", begründe mit dem "Wie?" und ende mit dem "Was?" - ein Geheimrezept, das die besten Speaker weltweit nutzen! Hier findest du spannende Einblicke.
 

 

MODUL 2

(19.10.2018)
Die "3+1 - Struktur" - eine Zauberformel für erfolgreiches Präsentieren!
(Von Alina & Lorenz)


Im dieswöchigen Modul ging es um die Struktur einer Präsentation, die sogenannte "3+1 - Struktur". Diese Struktur hilft dabei, Präsentationen so zu gestalten, dass die Zuhörer einerseits nicht von Inhalten uberschwemmt, andererseits aber auch nicht gelangweilt werden. Somit ist sie eine "Zauberformel", wenn man eine eigene Idee oder Überzeugung vermitteln möchte.
Profis wie Frank Asmus nutzen das Wissen um diese Struktur und beraten Firmen bei der Erstellung von Präsentationen. Er hat uns sogar eine kurze Grußbotschaft geschickt:
Im dieswöchigen Modul ging es um die Struktur einer Präsentation, die sogenannte "3+1 - Struktur". Diese Struktur hilft dabei, Präsentationen so zu gestalten, dass die Zuhörer einerseits nicht von Inhalten uberschwemmt, andererseits aber auch nicht gelangweilt werden. Somit ist sie eine "Zauberformel", wenn man eine eigene Idee oder Überzeugung vermitteln möchte.
Profis wie Frank Asmus nutzen das Wissen um diese Struktur und beraten Firmen bei der Erstellung von Präsentationen. Er hat uns sogar eine kurze Grußbotschaft geschickt:

Rückblick

Wir haben besprochen wie unsere Präsentationen bisher gegliedert waren. Dazu haben wir zu zweit mit Stattys an den Glaswänden unser bisheriges Vorgehen besprochen und visualisiert. Dabei ist uns aufgefallen, dass wir unsere Präsentationen alle in drei grobe Teile geteilt haben:

1. Einleitung
2. Hauptteil
3. Schluss

 

Die "3+1 - Struktur"

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Besonders interessant war, dass die Dreier-Struktur sehr oft vorkommt - egal in welchen Bereichen:
Sprichwort
"Aller guten Dinge sind DREI" "DREImal darfst du raten"
Religion
Die heiligen DREI Könige mit DREI Geschenken. Trias: "Der Vater, der Sohn und der heilige Geist."
Theater
Theaterstücke sind meist in DREI Akte geteilt.
Zeitformen
Menschen denken, schreiben, sprechen und handeln in DREI Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft.
Mathematik
In der Mathematik gibt es DREI Dimensionen: Länge, Breite, Höhe.
Aufsatz
Ein Aufsatz ist meist in DREI Teile gegliedert: Einleitung, Hauptteil, Schluss.
Musik
Ein DREIklang entscheidet über das Tongeschlecht (Dur oder Moll). Die Sonatenhauptsatzform ist in DREI Teile gegliedert: Exposition, Durchführung, Reprise.

 

ToDo & weiterführende Inhalte

Aufgaben für das nächste Modul

Aufgabe 1
Erstelle eine eigene Präsentation auf Grundlage der "3+1 - Struktur" zum Thema "Digitale Medien in der Schule? Warum?"

Weiterführende & interessante Links


ASW-Buch - 24,95 €