Kooperation Kindergärten / Schulreifes Kind

Laut gemeinsamer Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums und des Sozialministeriums tragen die Tageseinrichtung und Schule gemeinsam mit den Eltern ,,die Verantwortung, beim Übergang vom Kindergarten in die Schule für die Kinder eine weitest gehende Kontinuität ihrer Entwicklungs- und Lernprozesse zu gewährleisten. Daraus ergibt sich die Verpflichtung zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit von Tageseinrichtung und Grundschulen''. Übergeordnetes Ziel der Kooperation ist, dass der Übergang vom Kindergarten in die Schule für jedes Kind gelingt. Ein Übergang gelingt vor allem dann, wenn Kinder auf vielfältige Erfahrungen und Kompetenzen aus ihrer Zeit in der Tageseinrichtung zurückgreifen können. Aufgabe der Kindergärten ist daher, die Kinder langfristig und durch angemessene, zielgerichtete Bildung und Erziehung auf den Übergang vorzubereiten. Aufgabe der Schule ist es, Lehrplan und Unterrichtsangebote so differenziert auszugestalten, dass jedem Kind die bestmögliche Förderung nach seinem Entwicklungsstand zuteil werden kann.

Die ASW hat sich ein Hauptziel bei der Kooperation mit den örtlichen Kindergärten Pater Stanislaus und der Villa Kunterbunt in Wutöschingen und dem Kindergarten Degernau gesetzt: Die Stärkung sogenannter Vorläuferfähigkeiten, die sehr bedeutsam sind für die Schulfähigkeit. Dazu zählen die Vorerfahrungen der Kinder, die sie in der Vorschulzeit im Zusammenhang mit Buchstaben und Lauten sowie mit Mengen und Zahlen gemacht haben.

Die Vorschüler aus Wutöschingen treffen sich in Gruppen einmal wöchentlich mit der Vorschullehrerin Frau Schurr, die Vorschüler aus Degernau ebenso mit Frau Sorg. Das Konzept dazu wurde gemeinsam mit dem Kindergarten ausgearbeitet, was bedeutet, dass auch in der Vorschule im Kindergarten an den gleichen Themenschwerpunkten gearbeitet wird. Gemeinsam mit dem Kindergarten, den Eltern und dem Kind wird die "Schulfähigkeit" des Kindes erarbeitet und Fördermaßnahmen abgestimmt.

Hieran knüpft auch das Projekt "Schulreifes Kind",

ein Kooperationskonzept mit dem Kindergarten Wutöschingen zur optimalen Unterstützung förderbedürftiger Kinder rechtzeitig vor Schuleintritt. In Kleingruppen erhalten die Kinder entsprechend ihrer Bereiche gezielte Fördermaßnahmen, so dass für alle Vorschüler möglichst gleiche Startvoraussetzungen- und chancen für den Schulanfang geschaffen und Rückstellungen vom Schulbesuch vermieden werden.

Auf diese Weise können Entwicklungsverzögerungen frühzeitig erkannt und durch gezielte Fördermaßnahmen ausgeglichen werden.“ Dies sagte Kultusminister Helmut Rau MdL im Mai 2006 in Stuttgart anlässlich der Bekanntgabe der 50 Modellstandorte, mit denen das wissenschaftlich begleitete Projekt „Schulreifes Kind“ im September startete.

24 bis 15 Monate vor der Einschulung legen Erzieherinnen und Erzieher fest, ob ein Förderbedarf besteht oder nicht. Gekoppelt ist das Projekt mit der vom Sozialministerium neu konzipierten Einschulungsuntersuchung. Bestandteil dieser Untersuchung ist ein Sprachtest sowie ein Seh- und Hörtest.

Zu den möglichen Maßnahmen zählen beispielsweise Sprachförderung, Schulung der Feinmotorik oder auch Übungen zur Förderung der Konzentrationsfähigkeit.

Die Vorschule ist eng mit dem Schulleben verzahnt.

Unser „Nachwuchs“ ist mit den Vorschullehrerinnen auch in Grundschulklassen zu Gast. So lernen die Vorschüler schon vor Beginn des ersten Schuljahres, wie es an einer Schule zugeht. Zudem nehmen die Vorschüler auch an verschiedenen Aktionen der Grundschule teil wie:

  • Musical- und Theaterbesuche
  • Vorlesenachmittage
  • gemeinsame Schulstunden

Informationsabende und persönliche Beratung der Eltern bei der wichtigen Einschulungsentscheidung vervollständigen unser Angebot und führen zu dem, was wir uns auf die Fahnen geschrieben haben:

Ein erfolgreicher Schulstart für ALLE Vorschulkinder!