Peter Fratton

»Auf der ursprünglichen Basis der in Baden-Württemberg sogenannten „Gemeinschaftsschule“ ist in Wutöschingen ein Lernort entstanden, der  mehr ist als ein Gemeinschaftsschulmodell. Gemeinschaft ist hier nicht nur auf die Schule bezogen, sondern auf das ganze Dorf. Lehren und Lernen ist ein gegenseitiger Prozess in Schule und Dorf. Das beginnt bereits bei den ausserschulischen Lernorten, wo politische Themen im Sitzungssaal des Gemeinderates erarbeitet und diskutiert werden oder soziale Fragen im Altersheim, wobei die Jungen von den Älteren lernen und umgekehrt. Der Erfolg des Lerndorfes Wutöschingen liegt nicht zuletzt auch darin, dass der Bürgermeister im besten Sinne ein Dorfrektor ist, der zusammen mit dem Schulrektor das Lerndorf führt.  Und er tut, wovon viele andere Politiker nur reden: Bildung als wichtigstes Kapital in den Mittelpunkt stellen. Ich habe weit über 100 Schulen über kürzere oder längere Zeit begleitet und darf sagen: Das Lerndorf Wutöschingen ist ein Juwel in der ganzen deutschsprachigen Bildungslandschaft. Es bleibt zu hoffen, dass viele weitere Schulen sich auf den Weg machen, Lerndörfer zu schaffen.«

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